Bewerbung

Referenzen richtig angeben

In der Schweiz werden Referenzen oft erwartet. So listest du sie korrekt auf und bereitest die Kontaktpersonen vor.

Referenzen sind in der Schweiz Teil der Bewerbungskultur. Sie geben potenziellen Arbeitgebern Einblick in deine Arbeitsweise aus dritter Hand. Richtig eingesetzt, erhöhen sie deine Chancen deutlich.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

1.Wer eignet sich als Referenz?

Direkte Vorgesetzte der letzten 2-3 Stellen. Peers/Kollegen bei Teamarbeit. Kunden bei Vertriebsrollen. Dozenten bei Berufseinsteigern. Niemals: Familie, Freunde, aktuelle Kollegen ohne Wissen.

2.Kontaktpersonen vorbereiten

IMMER vorher fragen, ob sie als Referenz dienen wollen. Gib ihnen Kontext: welche Stelle, welche Firma, was solltest du hervorheben? Update sie vor jedem erwarteten Anruf.

3.Referenzen im CV oder separat?

Im CV: Name, Position, Firma, Telefon, E-Mail. Alternativ: "Referenzen auf Anfrage". Das schützt die Privatsphäre deiner Kontakte bis zu konkretem Interesse. Schweizer Standard: im CV angeben.

4.Anzahl Referenzen

Typisch 2-3 Referenzen. Mehr wirkt übertrieben. Wichtig: Qualität vor Quantität. Eine Referenz aus direkter Zusammenarbeit ist 10 Empfehlungsschreiben wert.

Beispieltext

Referenzen

Thomas Meier, ehem. direkter Vorgesetzter
CEO, Beispiel GmbH
+41 79 123 45 67
thomas.meier@beispiel.ch

Sabine Huber, ehem. Teamlead
Head of Sales, Muster AG
+41 79 234 56 78
sabine.huber@muster.ch

Prof. Dr. Martin Schmid, ehem. Dozent
Institut für BWL, ZHAW
+41 79 345 67 89
martin.schmid@zhaw.ch

Kopiere diesen Text als Basis und passe ihn an deine Situation an.

Wichtige Tipps

  • Immer vorher um Erlaubnis fragen
  • Referenzen vor Bewerbungsgesprächen informieren
  • 2-3 Referenzen ausreichend
  • Mix aus Vorgesetzten + Peers + Kunden
  • Kontaktdaten (Telefon + E-Mail) aktuell halten

Häufige Fragen

Sind Referenzen in CH Pflicht?

Nicht rechtlich, aber faktisch oft erwartet. Bei Führungspositionen fast immer. Bei Junior-Rollen weniger kritisch.

Was, wenn Ex-Chef schlecht redet?

Dann nicht angeben. Alternative: Peers, Kunden, andere Vorgesetzte. Im Gespräch offen ansprechen, falls gefragt wird.

Werden Referenzen wirklich angerufen?

In 60-70% der Fälle ja, besonders bei Endrunden-Kandidaten. Manche Firmen fragen intensiv nach (20-30 Min Gespräche).

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